Meine Strategie gegen kalte Hände

Ja, ich gebe es zu: Ich bin eine extreme Frostbeule. Aber mal ehrlich: In diesen Handschühchen, die man so in den Läden kaufen kann, kriegt man doch auch wirklich kalte Finger! Und irgendwelche Thinsulate-gefütterten Ungetüme sind für mich ein ästhetisches No-Go. Wäre doch gut, wenn man die behandschuhten (aber immer noch kalten) Hände nochmal in was richtig Kuscheliges reinschieben könnte. In irgend so einen warmen, flauschigen Sack… Wie war das eben mit der Ästhetik?! Also: kein Sack. Aber vielleicht ein Muff? Ich habe mir einen genäht und möchte das Ergebnis mit euch teilen. Vielleicht hat der eine oder die andere mein Problem ja auch? Oder ihr wollt einfach ein hübsches Vintage-Accessoire herstellen, das nicht jeder hat? Los geht’s!

Ihr braucht: Ein Stück Kunstfell (günstigste Lösung: Kauft einen alten Schal bei Ebay oder Kleiderkreisel), Nähgarn, ein Stück beliebigen Stoff für das Futter und eine Kordel oder ein Band.
Das Ergebnis kann dann so aussehen:

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Hier habe ich eine rote Kordel verwendet. Alternativ hatte ich noch ein beigefarbenes Seidenband auf Lager:

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Was gefällt euch besser?

Gefüttert habe ich den Muff in Rot:

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Nun zur Anleitung: Ich improvisiere gern und arbeite oft ein bisschen „Pi mal Daumen“. Ich empfehle euch aber, die einzelnen Schritte sorgfältig auszuführen. Warum das wichtig ist, werdet ihr noch sehen. Wenn es ein Schlauchschal ist, den ihr re- beziehungsweise upcyclet, dann trennt vorher alle Nähte auf. Schneidet euch ein Stück heraus, von dem ihr denkt, dass es Muff-tauglich ist. Bei mir waren das ungefähr 30 x 40 Zentimeter plus etwa 2 Zentimeter Nahtzugaben an allen Seiten.

Steckt beide Teile rechts auf rechts aufeinander. Passt gut auf, dass beide Stücke glatt aufeinander liegen. Dann näht ihr die Teile von Hand mit einem passenden Garn aufeinander und lasst die letzten zehn Zentimeter offen. Dann könnt ihr das Gebilde noch gut wenden. Jetzt noch die letzten Zentimeter möglichst unsichtbar  zusammennähen. Ihr habt nun eine Art Kissenhülle ohne Futter – in meinem Fall beige und rot. Jetzt näht Ihr dieses Teil mit der linken Seite nach außen – ebenfalls möglichst unsichtbar – zusammen. Zum Schluss dreht ihr es auf rechts und zieht das Halteband durch.

Wenn ihr sehr sorgfältig gearbeitet habt, könnt ihr den Muff sogar als Wendemuff benutzen. So, und nun zu meinen Fehlern. Ich war nicht so ordentlich. Meine beiden Stoffteile haben schon leicht verzogen aufeinandergelegen. Dadurch ist die Form schief geworden und die Naht, die den Muff zur Rolle verbindet, war dann zuppelig. Damit das alles nicht ganz  so unordentlich bleibt, habe ich schließlich die ganze Zippelei im Innenleben des Muffs mit einem Samtband kaschiert, das ich über die unordentliche Naht geheftet habe:

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Meine Empfehlung: Konzentriert euch vorher. Dann spart ihr euch diesen nervigen und mühsamen Arbeitsgang. Aber irgendwann war auch ich fertig. Dann hieß es: Ab nach draußen in die Kälte – aber diesmal mit warmen Händen!

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Macht es nach, macht es besser.

Viel Spaß wünscht euch Anja

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Ein Gedanke zu “Meine Strategie gegen kalte Hände

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