Lammschulter zu viert

Heute zeige ich euch, wie man ein besonders leckeres Essen macht. Das Rezept kommt aus Marokko. Die Kategorie „Anja macht etwas mit Food“ stimmt hier nicht so ganz. Denn das Essen hat mein Freund gemacht und ich habe nur fotografiert. Aber ich möchte euch dringend dieses tolle Lamm-Rezept zeigen. Es ist nämlich eine (zumindest in Deutschland) sehr ungewöhnliche Art, Lammfleisch zuzubereiten – für mich eines der leckersten Essen ever.

 Also lasst uns in die Küche gehen und schauen, wie es geht…

Zuerst muss die Lammschulter (wir hatten hier zwei Schultern, zu viel für vier Personen) von Sehnen und Fett befreit werden. Es muss nicht perfekt sein, das Gröbste abzuschneiden ist völlig ausreichend.

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 Übrigens: Lammschulter(n) kann man günstig in den BOLU-Supermärkten kaufen (http://www.bolu-berlin.de/bolu/).

Dann braucht ihr einen großen Topf mit einem Dämpfeinsatz. Zum Beispiel so einen:

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 Ein asiatischer Bambuseinsatz tut es auch. Profis nehmen ihren Dampfgarer.

In den Topf wird nun Wasser gefüllt und zum Kochen gebracht. Dabei darf das Wasser das Fleisch, welches nun in den heißen Dampf gelegt wird, nicht nass machen. Jetzt den Deckel drauf und Geduld haben. Drei Stunden muss das Fleisch schon dämpfen. Aber für euch habe ich den Deckel gelüpft:

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In der Zwischenzeit kümmern wir uns um die Beilagen: Bei unserem Gelage hatten wir uns für Ofengemüse und ein Fladenbrot entschieden.

Auf ein tiefes Blech kommen insgesamt ungefähr 200 Milliliter Brühe, Weißwein und auch ein Schuss Öl. Gemüse nach Wahl einlegen. Wir nahmen Möhren, Zwiebeln, Fenchel, Paprika und Weißkohl, dazu Oliven und getrocknete Tomaten. Das Gemüse braucht ungefähr eine Stunde, das Brot bei Bedarf kurz aufbacken.

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Auf dem Foto spiegeln sich meine Beine – nicht gerade professionell, aber ich wollte euch doch einen Blick aufs Gemüse gönnen.

Vermutlich habt ihr euch schon gefragt, wo eigentlich die Würze bleibt.

Tjaha, dazu kommen wir jetzt! Gewürzt wird das Fleisch vor oder während des Dämpfens nämlich überhaupt nicht. Das kommt erst bei Tisch. Die Gewürze (z.B. Cumin, Kurkuma, Cayenne … eigentlich alles, was das Gewürzregal bei BOLU hergibt) werden zum Dippen gereicht, jeder kann sich davon ein (oder mehrere) Löffelchen auch seinen Teller geben. Das gleiche gilt für die vielen leckeren Cremes. So braucht ihr für das Fleisch höchstens noch eine Prise Salz, sonst wird es zu viel der Würze. Das Lammfleisch schmeckt auch allein von sich aus schon sehr aromatisch.

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Wir haben mit vier Personen zwar nicht alles vertilgen können, aber eine ganze Menge haben wir doch geschafft. Dass bei diesem Gericht in der Regel gern eine zweite oder dritte Portion genommen wird, liegt nicht nur daran, dass es so lecker ist, sondern auch daran, dass das Fleisch durch das Dämpfen ganz mager – und trotzdem zart – ist. Wir konnten aus dem Bereich im Topf unter dem Dämpfeinsatz einen ganzen Klumpen Fett zusammenkratzen – alles, was während des langen Garprozesses herausgetropft ist. Beim Gemüse hatten wir sogar ein bisschen zu sparsam kalkuliert. Ein Blech ist für vier Personen eher ein bisschen knapp. Unsere Teller sahen hinterher jedenfalls so aus:

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Ratzekahl – alles leer!

Ein Nachtisch mit Espresso passte trotzdem noch rein.

Und hinterher habt gab es jede Menge dreckiges Geschirr.

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Dann heißt es Abräumen und den ganzen Kram in die Spülmaschine packen.

Ganz bestimmt gelingt euch dieses leckere Gericht genauso gut!

Viele Grüße von Anja

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