DIY-Halsreifen: Das einfachste Schmuck-Tutorial der Welt

Kennt ihr das auch? Ihr wollt eine Kette tragen, aber keine passt zu dem Ausschnitt von eurem Oberteil. Alle sind entweder zu lang oder zu kurz, immer sieht es irgendwie doof aus. Die Lösung – zumindest in vielen Fällen: ein Halsreifen! Der passt auch zu Tops mit kleinem Ausschnitt und stört nicht bei allem Möglichen, wie lange Ketten das gern mal tun (geht jedenfalls mir so). Wenn euer Schmuckkästchen noch kein solches Geschmeide enthält, dann braucht ihr jetzt auch nicht gleich zur nächsten Bijou Brigitte- oder sixx-Filiale zu rasen. Ich zeige euch heute, wie ihr ganz einfach einen hübschen Halsschmuck selbst herstellen könnt.

Das dauert nur ein paar Minuten. Ihr braucht auch nicht viel:

  • Draht in einer Farbe eurer Wahl
  • eine Schmuckzange
  • eine alte Schere
  • Nylonfaden
  • Perle(n) oder weitere Deko-Elemente nach Wunsch

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Wenn ihr euch alles zurechtgelegt habt, geht es los:

Schneidet drei gleich lange Stücke von dem Draht ab, von denen ihr meint, dass sie locker um euren Hals herum passen. Wer planvoller vorgeht als ich, der misst vorher mit dem Zentimetermaß. Zum Abtrennen der einzelnen Stücke von der Drahtrolle reicht eine Schere. Damit müsst ihr aber schon recht fest zudrücken. Das tut den Schneiden sicher nicht gut – darum habe ich oben auch geschrieben “eine alte Schere”. Profis mit gut sortiertem Werzeugkasten können natürlich auch eine kleine Zange verwenden.

Jetzt nehmt ihr die drei Drähte und tüddelt sie irgendwie um euren Hals rum. Wenn es passt und ihr einen ersten Eindruck bekommen habt, wie das fertige Schmuckstück aussehen könnte, legt ihr die alles wieder auf den Tisch und verbindet die Drähte, indem ihr sie möglichst fest mit dem Draht von eurer Rolle umwickelt – vielleicht an jedem Ende ein Stück von drei bis vier Zentimeter lang, Dann schneidet oder knipst ihr den Draht ab und drückt die Enden mit der Schmuckzange schön an – so, dass es keine scharfen Spitzen oder Ecken gibt.

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Wenn ihr jetzt noch ein bisschen Verzierung wollt, bringt ihr mit einem unsichtbaren Nylonfaden eine Perle – oder auch mehrere – an den Drähten an. Natürlich könnt ihr auch mehr oder weniger als drei Drähte verbasteln. Auch die Kombination von dickeren und dünneren Drähten wäre eine Möglichkeit – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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Ich habe es jedenfalls so gemacht wie beschrieben und trage das Ergebnis gerne:

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In der Schule hatte ich übrigens früher ein Fach, das hieß “Metallverarbeitung”. Da haben wir auch Schmuck produziert, aber schwieriger, mit Löten, Feilen und so weiter.

Habt ihr schon mal gelötet? Oder vielleicht sogar geschweißt? Wenn ihr auch manchmal mit Metall arbeitet, würde ich mich sehr für Bilder von euren Werken interessieren!

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4 Gedanken zu “DIY-Halsreifen: Das einfachste Schmuck-Tutorial der Welt

  1. Hey Tutti, Danke für Deinen Kommentar. Nein, zum Schweißen bin ich leider nicht mehr gekommen. Ich glaub, das lag daran, dass ich das Fach nach der 12. Klasse abgewählt habe, ich Doofi. Denn ich fürchte, dass ich so schnell auch keine Gelegenheit mehr bekommen werde, das nachzuholen.

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  2. Ich habe schon 2 mal einen Schweisskurs besucht. Eine Frau hat den Kurs geleitet, war super. Gelötet habe ich auch mal und zwar elektronische Widerstände zu Schmuck verarbeitet, das war mir dann aber zu ’nifelig‘ (wie sagt man das auf hoch- und nicht schweizerdeutsch?)

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    1. Oh, toll, da hast Du ja schon viel Erfahrung mit den „Königsdisziplinen“ des Handwerks. „Nifelig“ heißt in Berlin und im Rheinland (wo ich ursprünglich herkomme) so etwas wie „fummelig“ oder „friemelig“. Ich glaube, da gibt es auch innerhalb des Hochdeutschen extrem viele Varianten.

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