Mal was für die Kleinsten: Blumenkranz aus Wollresten

Zu einem Zeitpunkt, als DIY noch “Handarbeiten” hieß, hat mir meine Oma diesen Blumenkranz gemacht:

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Erstaunlicherweise passt er auch heute noch!

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Was 1983 die dreijährige Anja aus den Latschen gehauen hat, gefällt der heute 35-Jährigen immer noch. Doch als mir das Ding neulich beim Aufräumen in die Hände fiel, habe ich mich zum ersten Mal gefragt: Wie hat die Oma das eigentlich gemacht??? Sie selbst kann es mir nicht mehr sagen, darum habe ich meine Mutter gefragt. Die genaue Anleitung hatte sie zwar nicht parat, aber immerhin ein paar Tipps und Hinweise mit denen ich arbeiten konnte. Ich habe alles fotografiert und aufgeschrieben, weil ich es schade fände, wenn diese Idee aus den Reihen meiner family verlorenginge.

Ich erkläre und zeige euch jetzt Schritt für Schritt, wie ihr für eure Tochter, euch selbst, euren Neffen, den Hund, die Katze oder wen auch immer einen Blumenkranz aus Wollresten herstellen könnt: Zuerst häkelt ihr das Bändchen, auf das die Blumen aufgenäht werden. Dafür dürft ihr nicht mit Luftmaschen beginnen, sonst stretcht es sich nicht. Meines dehnt sich wircklich genial, sodass es mir auch 32 Jahre später noch super passt. Ich habe im Internet eine detaillierte Anleitung für euch herausgesucht, wie ihr in so einem Fall vorgehen müsst:

www.handarbeitsfrau.de/thema/elastische-buendchen

Probiert beim Häkeln immer mal aus, ob das Band schon um den Kopf der Person herumreicht, für die das Kränzchen bestimmt ist. Wenn ihr die passende Länge erreicht habt, näht ihr beide Enden zusammen. Das war ja für die meisten von euch sicher super-einfach. Doch jetzt wird es spannend! Ich habe später nie wieder auf diese Art gemachte Blumen gesehen und verrate euch jetzt also ein Familiengeheimnis. Los geht’s! Sucht euch einen Bleistift (einen möglichst langen), Wolle für die “Blumenblätter” und Wolle für das Blüteninnere. Schneidet einen Faden (etwa 25cm) von der Wolle für das Blüteninnere ab und legt ihn am Bleistift an. Dann nehmt ihr das Garn, das ihr für das Blütenäußere verwenden wollt und wickelt es um den Bleistift herum. Ich habe hier sowohl für Innen als auch für Außen gelben Faden verwendet. Das war nicht so schlau, aber ich denke, man kann trotzdem sehen worauf es ankommt:

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Bei der Version auf dem Foto habe ich den Wickelfaden am Anfang und am Ende festgeknotet. So geht das Wickeln leichter, aber hinterher habt ihr den Anfangs- UND den Abschlussknoten, die ihr möglichst geschickt verstecken müsst (bitte ein bisschen frickeln und probieren). Schöner – aber auch ein bisschen unhandlicher – ist es, wenn ihr den Faden am Anfang nicht festbindet, sondern einfach festhaltet und loswickelt: Einmal hin und einmal her, dann vom Wollknäuel abschneiden und mit dem Anfangsfaden verknüpfen. So sieht eine fertige Blüte aus:

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Jetzt der kommt der schönste Moment! Ihr zieht den Bleistift raus und haltet den innen liegenden Faden dabei gut fest. Nun die Wollwickel am Innenfaden entlang zusammenschieben und Letzteren festknoten. Die Blüte ist schon fast fertig! Ihr müsst nur noch ein Ende des herunterhängenden Innenfadens in das Öhr einer dicken Stopfnadel fädeln und der Blume in der Mitte einen “Stempel” sticken. Danach könnt ihr sie am Häkelkränzchen festnähen. Alle Fäden abschneiden – fertig. Auf diese Weise könnt ihr beliebig viele Blumen herstellen und eure Version des Kränzchens herstellen. Viel Spaß!

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Übrigens: Das Shirt, das ich trage, hat meine Mutter vor vielen Jahren ursprünglich mal für sich selbst geschneidert. Gibt es in euren Familien auch eine allgemeine DIY-Begeisterung?

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7 Gedanken zu “Mal was für die Kleinsten: Blumenkranz aus Wollresten

    1. Das finde ich super, Katrin! Würde mich natürlich seeeehhhr für Bilder interessieren, wenn es fertig ist. Dir auch einen schönen Sonntag!

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