Usedom: Die besten Reisetipps

Eigentlich beschränke ich mich auf “Anja macht” auf DIY-Themen. Mir geht es bei meinem Blog aber auch darum, ein kleines Archiv zu schaffen und (für mich) festzuhalten, was ich so (er)lebe. Ich möchte darum meine Reiseeindrücke aus dem Mai dieses Jahres schildern beziehungsweise zeigen und euch an unserem Urlaub auf Usedom teilhaben lassen. Ich habe für fünf typische Urlaubsbereiche mein Best-of zusammengestellt. Ich freue, wenn ihr beim Lesen ein paar Anregungen für euren nächsten Urlaub auf der sonnigen Ostseeinsel mitnehmt.

Wohnen

Bisher haben wir bei jedem Usedom-Aufenthalt in derselben Wohnung gewohnt. Mit Grund! Die etwa siebzig Quadratmeter große Ferienwohnung im Erdgeschoss der liebevoll restaurierten Villa Cornelia (Für mehr Infos und Bilder bitte hier klicken) ist großzügig geschnitten, neu und modern eingerichtet und mit allem ausgestattet, was man so braucht. Besonderes Highlight: Der Kaminofen! Bei Sonnenschein lässt es sich im kleinen Hinterhof gemütlich sitzen. Seit Kurzem gehört auch zu jeder der insgesamt drei Wohnungen im Haus ein Strandkorb, der von den jeweiligen Bewohnern für den gesamten Urlaub uneingeschränkt genutzt werden kann.

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Gemütlich flackert das Kaminfeuer – bei unserem Aufenthalt im Mai war es an den meisten Tagen noch richtig kalt! Zum Glück gab es auch Ausnahmen und wir konnten auch unseren automatisch mitgemieteten Strandkorb nutzen:

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Exquisiter als die – im Vergleich mit einigen anderen Häusern auf Usedom eher bürgerlich-bescheidene – Villa Cornelia ist natürlich dieses Schmuckstück :

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Ein Blick durch’s Fenster zeigte, dass auch die Einrichtung äußerst geschmackvoll ist (mit Klavier!). Vom Preis her ist eine Wohnung im Erdgeschoss nicht soviel teurer als es unsere war. Doch unsere Verblüffung währte nur kurz. Nachforschungen im Internet legten den Schluss nahe, dass sich die Mieter der beiden EG-Wohnungen ein Bad teilen müssen. Nicht unbedingt jedermanns Geschmack, wenn es sich bei den Nachbarn um Fremde handelt. Da bleiben wir auch zukünftig lieber in der „Cornelia“ – das Preis-Leistungsverhältnis ist wirklich super!

Strände

Der Ort Heringsdorf, in dem wir immer wieder unsere Ferien verbringen, gehört zu den drei sogenannten Kaiserbädern: Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Ende des 19. und Anfang des 20. bauten hier der Adel, wohlhabende Bürger und bekannte Künstler ihre Villen im Stil der typischen Bäderarchitektur. Wer es gerne ein bisschen chicer mag – mit einer hübschen Strandpromenade zum Bummeln – der wird auch die Strände der drei nebeneinander aufgereihten Kaiserbäder lieben. Wer dagegen beim Baden die Einsamkeit liebt, der sollte sich dagegen einen Strandabschnitt zwischen Karlshagen und Peenemünde suchen.

„Unser“ Strand:

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Essen

Kulm-Eck! Dieses Restaurant direkt gegenüber der Villa Cornelia (Alle notwenigen Infos findet ihr hier) ist mein absoluter Favorit! Leider kann man dort nicht andauernd essen gehen, denn billig ist es nicht gerade. Es ist aber auch etwas ganz Besonderes und ein (kulinarischer) Höhepunkt jeder Usedom-Reise! Es gibt immer nur drei bis höchstens vier Gerichte zur Auswahl. Jedes davon ist phantasievoll komponiert und zum Teil aus Zutaten zusammengestellt, von denen man bisher höchstens schon mal gehört hat. Insofern schafft es Kulm-Ecks Küchenchef Brian Seifert immer wieder, bisher noch nie Geschmecktes zu zaubern! Da ist es kein Wunder, dass Seifert an den Montagen „Kreativ-Pause“ einlegt und das Restaurant an diesem Tag geschlossen bleibt.

Hier der Blick von der „Cornelia“ auf das Restaurant:

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Die Portionen sind echte “Mädchen-Portionen”. Hier schaffen auch Esser_innen mit kleinem Magen drei Gänge! Die Wein-Auswahl ist groß und nuancenreich. Weine, die gekühlt gehören, sind perfekt temperiert. Dieses Restaurant ist wirklich jeden Cent, der dort gelassen wird, wert!

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Aber es gibt noch viele andere Gelegenheiten, um gut und auch günstig essen zu gehen. Ich empfehle, sich an die regionalen Fischspezialitäten wie Zander, Scholle und Co. zu halten. Zwar hat fast jedes Lokal auch die mediterrane Dorade im Angebot, aber die ist auf Usedom nicht anders als in Berlin. Bei den regionalen Fischen dagegen habe ich immer wieder den Eindruck, die besondere Fangfrische im Aroma zu schmecken.

Fortbewegen

Das ist jetzt keine Überraschung: Usedom ist eine Fahrradinsel. Heißt: Furchtbar viele Touristenpärchen in Funktionsklamotten mit jeweils geschlechtstypischer Detailgestaltung fahren auf sportlich aussehenden Rädern herum als gäbe es kein Morgen mehr. Seufz. Wer mich kennt, weiß: Mir erschließt sich die Begeisterung dafür nicht ganz. Auch ich radle zwar gern auf meinem Hippie-Blumenrad mit Drei-Gang-Schaltung herum, aber die Gegend muss flach sein und nach relativ kurzer Zeit wird mir langweilig und der Po tut mir, trotz neuem Bequemsattel, schnell weh. Ich mag Bäume und Grün und Landschaft, aber eher von Weitem. Geraschel am Wegesrand macht mich nervös. Insofern bin ich nicht prädestiniert für die Zwanzig Kilometer-Fahrt von Heringsdorf nach Koserow. Es geht fast ausschließlich durch den Wald und kaum ist der eine Hügel bewältigt, kommt der nächste. Aber bin mir sicher: Viele werden diese Strecke lieben! Geschafft habe ich sie auch!

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Mein Hippie-Rad – zu sehen auch hier: anjamacht.wordpress.com/it-bag

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Was an dieser Tour aber richtig gut ist: Wenn man es denn bis Koserow geschafft hat, muss man sich das Ganze nicht noch einmal geben, um wieder nach Hause zu kommen. Man steigt einfach in die Usedomer Bäderbahn und fläzt sich gemütlich in den Sitz. Für insgesamt zehn Euro kann ein Radfahrer mit seinem Drahtesel von Koserow nach Heringsdorf fahren. Nicht gerade günstig, aber nach dieser für mich mühsamen Radtour zögere ich keine Sekunde, das Geld auszugeben.

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Natürlich kann man auch mit dem Auto irgendwo hin fahren. Wir hatten allerdings auf unseren beiden letzten Autoausflügen ein unangenehmes Erlebnis: Kilometerlanger Stau! Der erste Tag war ein Abreisedatum und die Brücke zum Festland war dauernd hochgeklappt, sodass sich die Autos davor knubbelten. Am zweiten Tag war es eine Baustelle. Also: Vor dem Autofahren Verkehrsfunk hören oder/ und Geduld mitbringen.

Ich geb’s zu: Ich bin bequem und fahre gern Auto!

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Ausflugsziele

Mein absoluter Favorit: Der Skulpturenpark in Katzow auf dem Festland (für jede Menge Infos bitte hier entlang) – ungefähr eine Autostunde von Heringsdorf entfernt Ich bin so begeistert! Auf einem riesigen Gelände haben Künstler Skulpturen in allen Größen aufgestellt. Die Gebilde aus Eisen und Stein fügen sich ganz von selbst in die raue Atmosphäre der windigen Ostseelandschaft ein. Zum Teil führen ins hohe Gras gemähte Wege zu den Figuren, zum Teil aber auch nicht. Die Werke wirken nicht so sehr als menschliche Beigabe zu Landschaft, sondern wie ein Teil davon. Ich verrate es euch schon jetzt: Ich habe die besondere Atmosphäre eines kühlen und windigen Tages genutzt, um bei einem mehrstündigen Fotoshooting eine Bildstrecke zu meinen selbstgestrickten Schals und Stirnbändern zu produzieren. Das Ergebnis gibt es natürlich demnächst auf „Anja macht“.

Hier dagegen Eindrücke von der Anlage pur:

Der Eingang

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In der Küstenregion findet man oft ein ganz besonderes Licht. Einfach perfekt um ein bisschen Drama ins Bild zu bringen!

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Der Stier ist mein Favorit. Aber ich finde fast alle Skulpturen phantastisch und schwanke andauernd, welche mir am besten gefällt.

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Das zum Park gehörende Kunstzentrum:

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Ein Pferd aus Draht und…

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ein Pferd in echt (kleines Highlight am Rande: Pferdestreicheln in Katzow!).

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In meiner Begeisterung könnte ich euch noch unendlich viele Fotos aus Katzow zeigen. Ich mache damit jetzt an dieser Stelle aber mal Schluss, denn der Skulpturenpark bekommt, wie schon erwähnt, noch einen eigenen Beitrag. Sobald ich den Post fertig habe, zeige ich euch, wie gut die grandiosen Farben der Werke im Park mit meiner Strick. und Häkelkollektion harmonieren!

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Bis bald in Katzow!

Ein weiteres schönes Ausflugsziel auf dem Festland ist die Stadt Greifswald mit ihrer hübschen, alten Architektur, den urigen Kneipen und vielen süßen Geschäften abseits der großen Handelsketten. Im Herzen der Stadt liegt das Geburtshaus des vermutlich bedeutendsten Malers der Romantik, Caspar David Friedrich. Alle notwendigen Infos findet ihr hier. Ich weiß auch nicht, weshalb wir im Haus nicht fotografiert haben – vielleicht ist es nicht erlaubt. Deshalb müsst ihr mit den Bildern, die ihr unter dem Link findet, Vorlieb nehmen.

Umso mehr Fotos haben wir im Streichelzoo von Greifswald, unserer zweiten Besichtigungsstation in der kleinen Hansestadt, geschossen (Genaueres zu Anfahrt und Öffnungszeiten findet ihr hier). Mir hat gefallen, dass die Tiere dort so viel Freiheit bekommen wie möglich. Aber seht selbst:

Buntes Gewusel:

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Das Kätzchen verfolgt mich – ich find’s gut.

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Bye-bye Tierpark, bye-bye Usedom. Wir kommen wieder!

Wart ihr selbst schon mal auf Usedom? Wollt ihr gerne mal dorthin? Falls ihr in nächster Zeit hinfahrt und vielleicht sogar einen meiner Tipps ausprobiert, fände ich es großartig, wenn ihr mir davon berichten würdet.
Viel Spaß!

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16 Gedanken zu “Usedom: Die besten Reisetipps

  1. Ich bin begeistert!!!! Wir waren zwar schon in Heringsdorf, haben aber noch nie im Kulm-Eck gegessen – das würde ich bei Gelegenheit unbedingt nachholen. Warum hat uns noch keiner etwas von dem phantastischen Skulpturen-Park in Katzow erzählt. Deine Fotos wecken den Wunsch, den Park auch zu sehen!! Die Fotos sind aber auch besonders schön.

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Leonie, Du hast vollkommen Recht: Es war auch toll. Ich wünsche Dir, dass Du diesen Sommer auch noch ans Meer fahren kannst – im Norden oder anderswo.

      Lieber Gruß!

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