Balkonbepflanzen im Winter – so geht’s!

Der Sommer ist vorüber und im November sind die letzten farbenprächtigen Blumen aus der warmen Jahreszeit verblüht. Doch das ist kein Grund wehmütig zu werden, denn auch im Herbst und Winter gedeiht eine Vielzahl an hübschen Gewächsen ganz hervorragend. In der kalten Jahreszeit können sich Garten- und Balkonfreunde über eine variantenreiche Winterpflanzenwelt  freuen – und viele von den robusten Grünlingen sind sogar frostbeständig. Ich zeige euch einige Pflanzen, die jetzt besonders geeignet sind. Außerdem gebe ich euch einige Tipps, welche Pflanztechnik euren Gewächsen am besten bekommt – und zwar zu jeder Jahreszeit. Zum Schluss teile ich noch Tricks, die dafür sorgen, dass euer winterschön bepflanzter Balkon die frostige Zeit unbeschadet übersteht.

Unser Balkon: Fit für die kalten Monate!

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Es gibt drei Arten von Pflanzen, mit denen ich bei Kälte besonders gute Erfahrungen gemacht habe: Efeu, Heidekraut und Koniferen.

Efeu – ein Blättergewächs als Fassadenkletterer

Efeu ist eine Kletterpflanze, die bis zu zwanzig Meter in die Höhe wachsen kann. Soweit werdet ihr es mit ein paar Balkonpflänzchen nicht bringen, aber es sieht schön aus, wenn das satt-grüne Gewächs seine geschmeidigen Ranken über die Balkonbrüstung wirft. Dem Efeu werden heilsame Wirkungen zugeschrieben. Homöopathen setzen ihn gegen die verschiedensten Atemwegserkrankungen ein. Aber vorsichtig mit euren Haustieren: Für die meisten von ihnen ist Efeu giftig!

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Extra-Tipp: Mit hübschem Glasschmuck farbige Akzente setzen:

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Heidekraut – Blütenpracht aus dem Norden

Heidekraut gibt es in vielen Arten und Nuancen: Von weiß über blass-rosa bis hin zu einem kräftigen rot-violett leuchtet das genügsame Gewächs. Am besten gedeiht es auf großen Flächen, etwa in den norddeutschen Heidelandschaften. Aber auch im Topf halten sich manche Sorten großartig. Nicht jede Variante des Heidekrauts ist frostbeständig. Wer auf Nummer sicher gehen will, fragt im Pflanzenhandel nach Besenheide oder Schneeheide.

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Koniferen – nadlige Allrounder

Koniferen werden auch “die Kiefernartigen” genannt, denn sie haben keine Blätter sondern Nadeln – wie Kiefern eben. Die Nadeln der Koniferen sind aber weich und samtig statt stachelig. Das gilt aber nicht für alle Koniferen, denn dies ist die Bezeichnung für eine Pflanzenfamilie, die sehr viele einzelne – auch leicht kratzige – Arten umfasst. Für die Koniferen, die für Balkonkästen geeignet sind, trifft es jedoch zu. Auch hier ist ein bisschen Vorsicht angesagt: Eibe und Thuja – beides Koniferengewächse – sind giftig.

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Ab in den Topf – aber richtig!

Viel Pflege braucht euer herbstlich bepflanzter Balkon nicht. Gießt nach Bedarf – also hin und wieder den Feuchtigkeitsgehalt der Erde prüfen. Wenn euch nicht ohnehin der Regen das Gießen abnimmt, solltet ihr vielleicht einmal pro Woche für Bewässerung sorgen. Fast wichtiger ist, dass ihr eure Pflänzchen richtig eintopft. Nehmt Gefäße, die an der Unterseite mit Löchern versehen sind. Die Gewächse sollen ihren Wasserbedarf regulieren können, nicht benötigtes Wasser fließt so ab. Wenn es aber ungefiltert durch die Löcher laufen würde, hättet ihr aber sofort hässliche Erdschlieren an eurem Balkon – und vermutlich schnell Ärger mit dem Hausmeister oder der -verwaltung. Legt deshalb einen Stein oder eine Tonscherbe über das Loch und deckt es mit einem Stoffflicken ab. Dann gebt ihr Erde darauf und setzt euren neuen grünen Freund ein.

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Erst Steine oder Scherben über die Löcher legen, dann mit einem Flicken überdecken (natürlich im gesamten Topf)

Als Werkzeuge empfehle ich euch zwei verschiedenen Schaufeln: Zuerst eine größere, um Erde in die Töpfe zu befördern, wenn ihr Pflanze noch nicht eingesetzt habt. Außerdem eine kleinere, mit der ihr vorsichtig Erde an den Rändern einrieseln lasst, wenn die Pflanze schon im Topf oder Kasten ist. Das macht immer ein bisschen Dreck auf dem Boden. Um meinen Balkon komplett auf Vordermann zu bringen, brauche ich einen ganzen Vormittag. Ziemlich viel Zeit davon vergeht mit Fegen.

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Platzen Terracotta-Gefäße bei Kälte?

Was passiert eigentlich mit Terracotta-Pflanzgefäßen, wenn es wirklich kalt wird? Kriegen sie dann Sprünge? Plastikkästen und Töpfe finde ich furchtbar hässlich. Für mich definitiv keine Option. Ich habe also ein paar garten-erfahrene Bekannte interviewt: Die Gefahr, dass Töpfe springen, ist bei Frost vorhanden. Will man den ganzen Kram nicht ausleeren und im Keller verschwinden lassen, gibt es aber gute Möglichkeiten, dem Kaputtgehen vorzubeugen: Nehmt Kanthölzer von vielleicht 2×2 Zentimetern und zerteilt sie in der Länge oder Breite eurer Pflanzgefäße. Dann stellt ihr die Gefäße auf mindesten zwei dieser Hölzchen, sodass ihr sie von den kalten Steinen entfernt. Ganz gründliche Balkongärtner wickeln ihre Terracotta-Schätze in Noppenfolie ein. Alles gut festkleben – fertig!

Ich wünsche euch und euren Pflanzen einen schönen Winter! Letztes Wochenende habe ich meinen Balkon noch bei wunderbar milden Temperaturen genossen. Für’s T-Shirt war es dann allerdings doch ein bisschen frisch. Den schnell übergezogenen Cardigan habe ich vor einigen Wochen nach einer Idee und Anleitung von Blanca, Editorin von kleine kleinigkeiten, genäht („Die schnellste Strickjacke, die wo gibt’s“). Mit Selbstgenähtem soll es in meinem nächsten Post weitergehen – das sei schon hier verraten. Ich werde euch die ersten Ergebnisse zeigen, die ich mit meiner neuen Nähmaschine zusammengetüftelt habe.

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Habt ihr einen Balkon? Falls ja: Bepflanzt ihr ihn? Oder seid ihr der Meinung, der Balkon ist nur dazu da, um die Bierkästen abzustellen? Und was macht ihr im Winter mit eurer Mini-Terrasse?

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4 Gedanken zu “Balkonbepflanzen im Winter – so geht’s!

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