Recycling-Idee: Anja macht etwas aus größeren Stoffresten (und zeigt euch die Zwillingsnaht)

Manchmal hat man ja nicht nur kleinere Stoffreste übrig, sondern größere. Natürlich könnt ihr auch daraus viele kleine Sächelchen machen, wie ich es zum Beispiel in meinem vorletzten Post gezeigt habe. Aber eigentlich ist es schade, größere Stoffstücke zu zerschneiden. Wenn ihr um die Ecke denkt und gut kalkuliert, dann ist manchmal sogar noch ein richtiges Kleidungsstück drin.

Lieber doch mit Schnitt

Ich hatte noch ziemlich viel Stoff von dem Blutsgeschwister-Shirt bzw. -Kleid, das ich euch hier gezeigt habe. Außerdem hatte ich auch noch schwarzen Jersey vom Bündchen meines Tellerrocks. Mir kam die Idee, alle drei Stoffe zu einem weiteren Rock zu vernähen. Zuerst wollte ich es ohne Schnitt machen, aber das schien mir dann doch ein bisschen zu riskant. Darum habe ich mich dafür entschieden, den Schnitt von dem Unterrock des Makerist-Ballonrocks zu nutzen. Für sich genommen ist der Unterrock unproblematisch. Nur der gesamte Rock hat seine Tücken, wie ich euch in meinem Post dazu gezeigt habe. So sieht mein Drei-Stoff-Rock aus:

Detail-Collage

Dieses Stück lässt sich nach dem Makerist-Schnitt wirklich easy-peasy zuschneiden und zusammennähen. Wenn ihr heute nachmittag startet, dann könnt ihr morgen in einem neuen Rock eure Kolleg_innen bei der Arbeit beeindrucken.

So weit, so gut, meine (viel zu lange) Überschrift verrät, dass ich noch auf ein anderes Thema zu sprechen kommen möchte: die Zwillingsnaht!

Stretchige Säume – dank Zwillingsnaht!

Die Verarbeitung von Jersey, Sweat, Strick und anderen stretchigen Stoffen bringt ja das Problem mit sich, dass sich auch die Nähte des Kleidungsstücks mitdehnen müssen. Das gilt zum einen für die Nähte, die keine Saumnähte sind. Da nähen die Profis unter uns Hobbyschneider_innen mit ihrer Overlock. Der Rest (zu dem ich gehöre) bedient sich der Zickzack-Naht. Aber auch Säume sollen stretchig sein. Hier sieht Zickzack doof aus und auch die Overlock-Optik ist nicht unbedingt das passende Mittel der Wahl.

Um dieses Problem zu bewältigen, gibt es die Zwillingsnaht (Detailfoto oben rechts)beziehungsweise die Zwillingsnadel. Am Anfang hatte ich ein bisschen Angst vor dem Einsetzen und Einfädeln der Nadel. Ich empfehle: Googelt das Thema und schaut euch Videos auf YouTube an. Wichtig ist, dass ihr vor dem Kauf der Doppelnadel klärt, ob sie (und wenn ja, welches Modell) für eure Nähmaschine geeignet ist.

Im Zweifelsfall: Ab in den Fachhandel!

Falls ihr unsicher seid: Geht in den Fachhandel und fragt nach. Ihr könnt zwischen Nadeln wählen, die beide Nähte in unterschiedlich großen Abständen nebeneinander platzieren. Das ist eine Geschmacksfrage. Ich habe mich für eine der kleineren Abstandsgrößen entschieden und würde beim nächsten Mal zu einer etwas breiteren Zwillingsnadel tendieren. Ich habe den Eindruck, bei einem engen Abstand wird der Stoff zwischen den beiden Nähten leicht wulstig. Aber da bin ich noch in der Testphase. So sieht mein Rock getragen aus:

CollageAnja

Egal ob mit ohne Overlock, Zwillingsnadel oder welchem Equipment auch immer: Ich wünsche euch allen viel Freude beim Nähen und noch ein wunderfeines Restwochenende!

Was macht ihr aus alten Stoffresten? Und habt ihr schon mal mit einer Zwillingsnadel genäht? Eure Erfahrungen interessieren mich sehr!

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4 Gedanken zu “Recycling-Idee: Anja macht etwas aus größeren Stoffresten (und zeigt euch die Zwillingsnaht)

    1. Danke Dir, liebe Stephie. Für mich mich wird es dann der fünfte Liebster Award, aber ich mache immer wieder gerne mit! Sobald ich die Zeit finde, werde ich mich der Sache annehmen.

      Viele liebe Grüße

      Anja

      Gefällt 1 Person

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